KriSP stellt sich vor – offenes Treffen
Einschaltung
Zu einer Vorstellungsrunde und Diskussionsveranstaltung über die momentanen Studienbedingungen am Institut lädt die Initiative KriSP -Kritische Studierende Politikwissenschaft- am Freitag, 20. März 2009, ins Neue Institutsgebäude.
KriSP stellt sich vor – offenes Treffen
Freitag, 20.03.2009
17:00 Uhr
HS 2, 2. Stock NIG (Achtung Raumänderung, war ursprünglich im HS1 geplant!)
Die KriSP strebt dem Vernehmen nach eine Kandidatur auf Institutsebenen bei den im Mai dieses Jahres stattfindenden ÖH-Wahlen an.
Wir betrachten diese Ankündigung im Sinne unserer Informationstätigkeit. Jeder Gruppierung, die vorhat bei den Wahlen zur neuen STV anzutreten, räumen wir das Recht ein www.powi.at zu nützen um Verstaltungen anzukündigen oder das eigene Programm darzulegen. Entsprechende Zuschriften sind an info@powi.at zu richten.
Folgender Text wurde uns durch die Verantwortlichen übermittelt.
Unbezahlte Lehrende am Institut für Politikwissenschaft
PROTESTAUFRUF: UNBEZAHLTE LEHRENDE AM INSTITUT FÜR POLITIKWISSENSCHAFT!
„Der Fall Wimmer“, oder der Gipfel des Eisbergs?
Anm.: Dieser Artikel wurde an uns weitergeleitet und wird im Sinne unserer Informationsttätigkeit auf www.powi.at publiziert.
StudentInnen bezahlen Studiengebühren und wie uns die Ex-Bildungsministerin Elisabeth Gehrer wie eine tibetanische Gebetsmühle vorgebetet hat, ist das ja nur ein „winziger Anteil“ von dem, wieviel „ein Student“ dem Staat real kostet?! Als wäre Bildung eine Lästigkeit, die man halt als Bildungsministerin auch zu verwalten habe. Egal wie es jetzt mit den Studiengebühren weitergehen wird, eines ist klar: Alle Lehrenden sollten für ihren Aufwand entschädigt werden, das war immer so und sollte auch so bleiben. Wir mögen uns manchmal über Lehrende ärgern, oder ihre wissenschaftliche Glaubwürdigkeit in Frage stellen oder Ungerechtigkeiten als unzumutbar empfinden. Aber dass sie für ihre Arbeit im Universitätssystem auch entgolten werden müssen, soll selbst den vehementesten Kritikern klar sein.
Besonders schockierend stellt sich folgende Situation dar: Hr. Univ.-Doz. Dr. Wimmer besticht durch herausragendes Engagement und Bemühung seinen StudentInnen gegenüber. Er nimmt sich Zeit, versorgt StudentInnen für Diplomarbeit und Dissertationsprojekte oft mit seinen privaten Büchern und trifft sie zwecks Projektbesprechung auch sehr oft in seiner Freizeit. In diesem Semester (WS 08/09) hält Hr. Dr. Wimmer ein DiplomandInnen und DissertantInnen Seminar. Nur logisch, dass er dieses disziplinintern gesplittet hat und so für DissertantInnen ein eigenes Forum schuf, welches in ebengleicher Seminarodnung am Institut für Politikwissenschaft (Montags Abend) eingerichtet wurde. D.h. DiplomandInnen Montag vormittags und DoktorandInnen Montags Abend.
Gestern (Montag 15.12.2008) wurde Hrn. Dr. Wimmer von Frau Egger mitgeteilt, dass die gesamte Lehrveranstaltung (also DiplomandInnen + DissertantInnenseminar) NICHT bezahlt wird. Nicht bezahlt?! Das heißt, dass Hr. Dr. Wimmer weder für den DiplomandInnen-Betreuungsteil noch für sonstige „Freizeitbeschäftigungen“ einen Cent vom Institut erhält. Hr. Dr. Wimmer hat aus uns verständlichen Gründen den Abbruch dieser LV in Aussicht gestellt. Das bedeutet für alle DoktorandInnen, dass es weder ein Zeugnis noch der gesetzeskonforme Betreuungsvertrag seitens der Studienordnung eingehalten werden kann. Es ist nämlich verpflichtend (und aus sehr guten Gründen nur logisch) bei seinem/seiner BetreuerIn ein diesbezügliches und verpflichtendes (!) Seminar zu besuchen. Da haben wir jetzt eine schön ausgewachsene Paradoxie vorliegen. Ihr sollt, aber ihr könnt nicht, weil wir die Lehrenden dafür nicht bezahlen werden. Die können wiederum, wenn sie wollen, aber Geld gibt’s keines von uns! D.h. die wiederum können, aber nur wenn das in die Rubrik „Privatvergnügen“ fällt. Das magische Wort für diese Paradoxie heißt „Venia Legendis“, was übersetzt nichts anderes bedeutet, dass der/die LektorIn/DozentIn eine „Lehrbefugnis“ inne hat und noch kein ordentlicher oder außerordentlicher ProfIn. ist. Und? Bedeutet dies jetzt, dass wir die Dienstverträge unserer BetreuerInnen studieren müssen, bevor wir unser Diplomarbeits, oder Dissertationsthema und den/die Geeignete(n) dafür wählen? Diese Situation ist, wie uns bekannt gemacht wurde, kein Einzelfall. Vielmehr sind sämtliche LektorInnen und DozentInnen von dieser prekären Situation betroffen. Wenn wir diesen Sachverhalt weiterdenken, und alle diese keine derartigen Seminare mehr anbieten, kollabiert das System gänzlich. D.h. es wird künftig nicht mehr möglich sein, bei seinem/seiner BetreuerIn ein DiplomandInnen oder DissertantInnen Seminar besuchen zu können; schlicht aus dem Grund, weil keines mehr angeboten werden wird und der Studienabschluß damit torpetiert wird.
Wir (damit meine ich die DiplomandInnen und Dissertanten der Seminargruppe Wimmer) solidarisieren uns demnach mit allen „externen“ LektorInnen und DozentInnen des Instituts für Politikwissenschaft. Es ist eine rein technische Frage der Budgetplanung, derartige Leistungen auch zu berücksichtigen und keine Zwei-Klassen Herrschaft zwischen „Externen“ und „Institutsangehörigen“ (die ohnedies ihr Gehalt beziehen) zu konstruieren. Wir haben bereits die Studienprogrammleitung der Politikwissenschaft angefragt und bisher keine Stellungnahme erhalten. Weiters wurde die Studenrichtungsvertretung für DoktorandInnen (und mit sehr kooperativer Unterstützung) das Graduiertenzentrum involviert.
Auch wenn es überhaupt nicht unsere Aufgabe ist; seit Euch bewusst, dass diese Problemlage existiert und wir Studierenden nur Qualitätssicherung unserer Forschung herstellen können, wenn die Betreuungssituation dies auch zulässt. Dass das für eine mitteleuropäische Universität schändliche und unzumutbare Zustände sind, setzen wir voraus, dennoch wird die Qualität der Outputs nur so gut sein wie die intensive und wissenschaftlich fundierte Betreuung.
In diesem Sinne, seid wachsam!
Christoph Virgl
Weblogs - Politische Tagebücher als Instrumente direkter Demokratie?
Am 17. November 2008 um 17.00 Uhr lädt die FB Soziologie und Politikwissenschaft zu einem Lese- und Diskussionsabend zum Thema »Weblogs« ein.
Weblogs sind in aller Munde, oder besser: auf allen Bildschirmen. Immer mehr Menschen bloggen zu unterschiedlichsten Themen. Ehemals geheime Tagebücher haben sich gewandelt; private Meinung wird öffentlich kundgetan.
Zu politischen Themen gibt es zahlreiche Blogs und immer mehr BloggerInnen: von wahlkämpfenden PolitikerInnen, über Affären aufdeckende JournalistInnen bis hin zur meinungsäußernden WählerInnenschaft.
Schon längst wird auch von einer »Direkten Demokratie 2.0« geträumt und gesprochen - oder eben gebloggt.
Wie geeignet sind Blogs für die politische Kommunikation - funktionieren sie als Instrumente der direkten Demokratie? Hat nicht längst ein Blogsterben der »Blogophorie« ein Ende gesetzt - oder ist der Wahlerfolg Barack Obamas auf ein Blogging wie nie zuvor in einem Wahlkampf zurückzuführen?
In einem Lese- und Diskussionsabend mit BloggerInnen und ForscherInnen werden wir der Frage nachgehen und diskutieren, ob und wie Weblogs als Werkzeug der Demokratie funktionieren können.
Weblogs - Politische Tagebücher als Instrumente direkter Demokratie?
Lesungen und Diskussion
Montag, 17. November 2008, 17.00 Uhr
Fachbereichsbibliothek Soziologie und Politikwissenschaft
Rooseveltplatz 2, 1090 Wien
PolitiX 25/2008

PolitiX, die Zeitschrift des Instituts für Politikwissenschaft, ist in einer neuen Ausgabe mit der Nummer 25/2008 für das Sommersemester 2008 erschienen.
Diese Ausgabe nimmt sich den Begriff der »politischen Ökonomie« zum Schwerpunktthema und spannt dessen Bedeutungs- wie auch Deutungsvielfalt in Theorie und Praxis auf. Neben einer eingangs von Manfred Füllsack gestellten Frage, ob es die politische Ökonomie denn überhaupt noch gibt zeigt Peter Biegelbauer die Fülle an Ansätzen auf, welche sich selbst unter diesem Begriff versammeln.
Von Nordkorea ausgehend begibt sich PolitiX dann auf eine politisch-ökonomische Weltreise über die Studentenproteste in Pakistan, die politisch ausgenutzte Armut in Serbien, die Kommerzialisierung des afrikanischen Fussballs bis hin zu aktuellen Bewegungen innerhalb der American Political Science Association in den Vereinigten Staaten von Amerika.
Mehr Informationen zur Ausgabe und ihrer Verfügbarkeit findet Ihr im Forum.
VO Staatstheorie (F, G10)
Folien zur Vorlesung Staatstheorie (F, G10) von Univ.-Doz. Dr. Wimmer
[Passwort wird in Vorlesung verlautbart]
Sammelzeugnisse, Studienbestätigungen udgl. selbst ausdrucken
Wie powi.at exklusiv (für sich) und einige Wochen verzögert erfahren hat, stehen den Studierenden seit 3. Oktober so genannte Ausdruckstationen zur Verfügung, auf denen folgende Dokumente im Selbstbedienungsbetrieb ausgedruckt werden können:
- Sammelzeugnis
- Bestätigung über positiv absolvierte Prüfungen
- Studienbestätigungen (für alle Studien des aktuellen Semesters)
- Studienblatt (für alle Semester mit einer aufrechten Zulassung)
- Zahlschein
Standort: 1010 Wien, Dr.-Karl-Lueger-Ring 1, gegenüber Referat Student Point (5 Terminals)
Bachelor Politikwissenschaft
Das neue Semester beginnt und vieles ist anders. Powi.at hat ein selbstverordnetes Mandat der Information, entsprechend soll folgende Seite einen Überblick über den neuen Studienplan und eine kleine Unterstützung beim Studienbeginn bieten.
Der Studieneingang ist in zwei Phasen (STEP I und STEP II) zu je 15 ECTS-Punkten unterteilt. STEP I umfasst eine grundsätzliche Einführung in die Sozialwissenschaften, bestehend aus 3 Vorlesungen zu je 5 ECTS-Punkten oder 2 Semesterwochenstunden. STEP II stellt eine Einführung in das Bachelorstudium der Politikwissenschaft dar. Diese zweite Phase besteht aus der „Informationsveranstaltung“ [VO] (1 ECTS oder 2 Semesterwochenstunden), „Methoden und Elemente des politikwissenschaftlichen Denkens“ [VO] (2 ECTS oder 2 Semesterwochenstunden) und dem praxisorientierteren Proseminar „Methoden und Elemente des politikwissenschaftlichen Denkens“ [PS] (12 ECTS oder 4 Semesterwochenstunden).
Der dritte Block umfasst eine Einführung in die historischen Grundlagen in Form einer Vorlesung (4 ECTS oder 2 Semesterwochenstunden). Im dritten Block sind zwei Übungen „Qualitative Methoden der empirischen Sozialforschung“ und „Quantitative Methoden der empirischen Sozialforschung“ [jeweils 6 ECTS beziehungsweise 2 Semesterwochenstunden] zu absolvieren.
In Block vier ist jeweils eine VO sowie ein LK im Wert von 3 ECTS [2 Semesterwochenstunden] beziehungsweise 6 ECTS [2 Semesterwochenstunden] aus den Kernfächern „Theoriegeschichte und Theoriedebatten“, „Das politische System Österreichs und die EU“, „Vergleichende Analyse von Politik“ und „Internationale Politik“ zu belegen.
Block fünf erlaubt einige Wahlfreiheit. Insgesamt sind 26 ECTS zu sammeln. 12 Module stehen dafür zur Verfügung, einerseits Spezialisierungsmodule [8 Module] andererseits Praxismodule [4 Module]. Jedes einzelne Modul entspricht 6 ECTS. Es sind also 4 Module zu absolvieren, davon zwei verpflichtend aus den Spezialisierungsmodulen. Diese beiden Spezialisierungsmodule sind mit Bedacht zu wählen, da aus einer dieser beiden Bereiche die Bachelorarbeit verfasst werden muss. Diese entspricht der den 2 in dieser Rechnung fehlenden ECTS. Ebenfalls muss eine Bachelorseminar im Wert von 12 ECTS besucht werden, das als eine Art „DiplomandInnenseminar-light“ verstanden werden kann.
Zusätzlich zu den angeführten Kursen sind Lehrveranstaltungen im Ausmaß von 60 ECTS als freie Wahlfächer zu absolvieren.
"Ein Wahnsinn!"
Rechtzeitig vor Beginn des neuen Semesters haben wir das Forum entsprechend dem Bachelor-Studienplan erweitert und durch gleichartige Strukturierung ein Maximum an Usability für unsere Besucherinnen und Besucher etabliert.
Eine langjährige Moderatorin kann ihren Enthusiasmus kaum verbergen: "Ein Wahnsinn! So viele neue Foren!".
Wenngleich wir von powi.at das selbstverständlich eher nüchtern betrachten, müssen wir zugeben: Es naht eine turbulente Zeit des Wandels. Das Forum wird, neben den informativen Webseiten von STV und SPL, für alle Fragen bezüglich des neuen Studienplanes offen stehen und ansonsten wie gewohnt für alle Anliegen des Studiums eine Gesprächsplattform sein.
In diesem Sinne ein gutes Semester!
andi und didi
POWIKI - Politikwissenschaftliches Fachlexikon
Policy, Polity, Politics - Klassiker der Lehre. Ebenso klassisch: ihrer Bedeutung wegen - sicherheitshalber, natürlich - in einem Lexikon nachzuschlagen. Oder zu googlen.
Als Königsweg könnte sich ein neues Projekt entpuppen; eine offene und frei zugängliche Enzyklopädie der Politikwissenschaft: PoWiki.
Die ersten Einträge in PoWiki entstanden im Wintersemester 2006/07 im Rahmen zweier Lehrveranstaltungen am Institut für Staatswissenschaft der Universität Wien. Im darauf folgenden Semester (SoSe 2007) beteiligten sich sechs verschiedene Lehrveranstaltungen aus unterschiedlichen Teilbereichen der Politikwissenschaft, deren StudentInnen Einträge verfassten.