VO G9/F: Gesellschaftstheorie (WS 2008)
210152 VO G9/F: Geselllschaftstheorie
Studienprogrammleitung Politikwissenschaft
2 Stunde(n), 3,0 ECTS-Punkte
Unterrichtssprache: Deutsch
Kapitel:21.01
Johann Wimmer
Erstmals am: DI, 07.10.2008
Di 13:00-15:00 Hörsaal 33 Hauptgebäude 1.Stock
Anmeldung: Keine Anmeldung
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Die Religion der Gesellschaft -- 11.01.2009
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Liebe Hörerinnen und Hörer!
Wir hatten die letzte Einheit vor dem Jahreswechsel als Rahmenthema der VO "Die Religion der Gesellschaft" -- hierzu nun einige Literaturhinweise (damit Sie auch wissen, woher ich mein Wissen beziehe, wenngleich die folgenden Literaturhinweise nur einen kleinen Ausschnitt repräsentieren); Sie könnten hineinschauen in
Niklas Luhmann 2000: Die Religion der Gesellschaft, ...
Niklas Luhmann 1987a: Läßt unsere Gesellschaft Kommunikation mit Gott zu? In: Ders., Soziologische Aufklärung 4, Opladen, S. 227-236
Niklas Luhmann 1987b: Die Unterscheidung Gottes. In: Ders. Soziologische Aufklärung 4, a. a. O., S. 236-253
Niklas Luhmann 1996: Religion als Kultur. In: Otto Kallscheuer (Hrsg.), Das Europa der Religionen, Frankfurt am Main, S. 291-315
Niklas Luhmann 1982: Funktion der Religion. Frankfurt am Main
Hans-Joachim Höhn 1996 (Hrsg.): Krise der Immanenz. - Religion an den Grenzen der Moderne. Frankfurt am Main: Fischer
Ich habe in der VO schon im Kontext der Koevolution von Religion und Gesellschaft hingewiesen auf Schriften von Mircea Eliade und die Religionssoziologischen Schriften Max Webers (so z.B. zum antiken Judentum) oder das Buch von Jan Assmann 2003: Die mosaische Unterscheidung, ...
Ich hoffe, Sie hatten einen guten Start ins Neue Jahr 2009 und ich sehe Sie kommeden Dienstag wieder im HS 33 -- bis dann und Sie wissen -- same time, same station
Johann Wimmer
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Die VO am Dienstag, den 9. Dezember entfällt, weil der Lektor nicht in Wien sein wird.
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Liebe Hörerinnen und Hörer!
Wir haben uns in den ersten Einheiten der VO mit "segmentären Gesellschaften" befasst.
Den Anfang machten "Jäger- und Sammlergesellschaften", im Englischen auch genannt "band level society", weil diese in Gruppen von 15 (oder so) Familien von Ort zu Ort wandern und hier die Ressourcen der Natur nutzen.
Als Literatur gilt schon fast als Klassiker
Richard B. Lee/Ivren de Vore 1968 (Hrsg.): Man the Hunter ...
Einige Jahre später erschien ein Band, welcher die Frauen im Zentrum hatte "Woman the Gatherer"
Von Jäger- und Sammlergesellschaften gibt es derzeit kaum noch Reste, ursprünglich sehr bekannt waren
!Kung Buschmen (südliches Afrika)
Inuit (Früher Eskimo, Alaska, Grönland)
Aborigines Australiens
Irula und Kurumba (Nilgiri Hills, Nordosten Indiens)
Zwischen den Ackerbau treibenden Stämmen und den o.g. Jäger und Sammlern stehen die
"nomadisierenden Viehzüchter", gute Beispiele sind
Die Stämme in Tibet (ungefähr 50% der Bevölkerung Tibets)
Nuer (Südsudan)
Masai (Kenyia)
Tuareg (Sahara, Mali z.B.) und Stämme der Wüstengebiete, z.B. der Sahara
Ackerbautreibende Stämme sind in weiten Teilen der Welt noch zu finden (natürlich in unterschiedlichen Ausprägungen), vor allem aber
o in vielen Ländern Afrikas südlich der Sahara
o Papua Neuguinea (hier ganz besonders wichtig)
o Indonesien (z. B. auf Sumatra die Toba Batak, Minangkabau, wie auf den Folien der VO zu sehen)
o Hill Tribes im Norden Thailands -- Karen, Lisu, Akha, Hmong
o Salomon Islanders
o usw. z.B. im Nordosten Indiens
In der letzten Einheit hatten wir die interessante Geschichte von Big-Men Systemen, hier Hinweise aus den wenigen Forschungsanstrengungen dazu:
o Marshall D. Sahlins 1963: Poor Man, Rich Man, Big-Man, Chief: Political Types in Melanesia. In: Comparative Studies in Society and History, Vol. V., No.3, S. 285 - 303
o Maurice Godelier/Marilyn Strathern 1991 (Hrsg.): Big Men and Great Men. Personifications of Power in Melanesia. Cambridge Univ. Press.
Nach der VO ergab sich in einer kleiner Gruppe die Frage, ob die Big Men eine Zwischenstufe zwischen den klassischen egalitären Stammesgesellschaften und den Chiefdoms darstellen könnten -- dies ist in der Tat die Vermutung, nur: wir haben dafür keine Beweise!
Schlußendlich hatten wir Chiefdom Societies -- hier Literatur zum Thema:
o Patrick Vinton Kirch 1989: The evolution of the Polynesian chiefdoms. Cambridge UP
0 Timothy Earle 1991 (Hrsg.): Chiefdoms: Power, Economy, and Ideology. Cambridge UP
o Karl Polanyi 1979: Ökonomie und Gesellschaft, hier insbes. Kap. 10 und 11 (zu Dahome im heutigen Benin), insbes. wichtig zum Begriff der "Redistribution".
o Elman R. Service 1977: Ursprünge des Staates und der Zivilisation. Suhrkamp, das Buch verfolgt einen anderen "Ansatz" als wir in der VO, insbes. was den Unterschied von Chiefdoms und dem vormodernen Staat betrifft, dasselbe gilt für den Sammelband
o Henri J.M. Classen/Peter Skalnik 1978 (Hrsg.): The Early State. Mouton Publishers: The Hague u.a., und der Band von
o Stefan Breuer 1990: Der archaische Staat. - Zur Soziologie charismatischer Herrschaft. Dietrich Riemer Verlag: Berlin
o Marvin Harris 1977, Cannibals and Kings. The Origins of Cultures., Random House: New York (gibt es auch auf Deutsch "Kannibalen und Könige"), besonders heiß empfohlen!
Wir kommen auf diese Problematik der "Entstehung des vormodernen Staates" in der nächsten Einheit ausführlich zurück.
Wir sehen uns am Dienstag - same time, same station!
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Liebe Hörerinnen und Hörer!
Hier nochmal der Veranstaltungshinweis
ROLAND SEIB (Univ. Darmstadt): "Big Man, Great Man, Chief. - Macht und Herrschaft im Südpazifik",
Montag 19. 1. 2009: 13:00 -- 15:00 Uhr
Ort: Hörsaal A, NIG 4. Stock, Inst. f. Kultur- und Sozialanthropologie, Zi A0424
Wir hatten in der VO zuletzt das Thema "Hierarchisch stratifizierte Gesellschaften",
Begriff "Stratifikation", dieser Gesellschaftstyp ist definiert durch seine Struktur oder Differenzierungsform, nämlich der Über- bzw. Unterordnung von sozialen Schichten, d.h. die gesamte Gesellschaft beruht auf "sozialer Ungleichheit".
Wichtig hier im Unterschied zu den Chiefdoms, die Rücknahme der Religion auf ein für vormoderne Gesellschaften übliches Niveau (die ungeheure Übersteigerung der Religion wird zurückgenommen), wichtig die "Disziplinierung der Götter" (Luhmann), diese intervenieren nicht mehr ständig in die sozialen Beziehungen und in die Natur -- wichtig hier: Dadurch wird ein relativ hohes Niveau der Stabilisierung der Gesellschaft möglich.
Wir hatten als originelle Idee
Julian Jaynes 1976: Der Urspung des Bewußtseins. Reinbek bei Hamburg
dieser beginnt seine Analysen mit Phänomenen der Schizophrenie, insbes. das Stimmenhören -- erklärt wird das durch eine mangelhafte Ausbildng der Lateralisierung des Gehirns, genau dies könnte seiner Meinung nach auch im Laufe der gesellschaftlichen Evolution ähnlich verlaufen sein, Beispiel: Die Menschen hören Götter bzw. einen Gott sprechen -- Beispiele im AT.
Bei der Religion ist nun auch entscheidend die Ausbildung eines dualen Weltbildes, d.h. das Jenseits ist jetzt ganz verschieden vom Diesseits und man braucht jetzt Priester, die über das Jenseits Auskunft erteilen können. Die Betreuung der Gläubigen in den Tempeln wird professioneller -- meist wird die Teilung des Chiefly Clans in einen kriegerischen/politischen Teil und einen priesterlichen Teil fortgesetzt.
Zur Religion hatten wir den Hinweis auf das Buch von
Jan Assmann 2003: Die mosaische Unterscheidung oder der Preis des Monotheismus. Hanser Verlag, München, Wien.
Frage, kann man im Monotheismus den Anfang der Intoleranz der Religionen sehen (wegen der Unterscheidung wahrer und falscher Götter)? -- Zur alt-israelischen Geschichte habe ich verwiesen auf
Max Weber: Religionssoziologie, Bd. 3, Das antike Judentum (hier auch wertvolle Ausführungen zu den Strukturen der 12 Stämme, also zur in den Schriften noch erkennbaren Tradition segmentärer Gesellschaft, sowie zur Stratifikation und den Folgen).
Schließlich hatten wir das indische Kastensystem als Beispiel für eine hierarchisch stratifizierte Gesellschaft (des dezentralisierten, unstaatlichen Typs -- hierher gehört auch der Feudalismus des europäischen Mittelalters). Als Literatur habe ich empfohlen
Louis Dumont: Homo hierarchicus -- diese Schrift sei aber, so ein Diskussionbeitrag, problematisch, weil Dumont seine Informationen üder das Kastensystem (fast) ausschließlich von den Brahmanen bezog.
Wir sahen, welch enorme Bedeutung der Erfindung der Schrift zukam -- Stichwort: Das Gedächtnis der Gesellschaft -- External Memory Field (Speicherung von Informationen zum Zwecke späterer Wiederverwendung), in (fast) allen Bereichen der Gesellschaft löst die Schrift evolutionäre Errungenschaften aus, so z. B. auch im Recht -- diskutieren Sie die Auswirkung des Schriftgebrauchs für das Recht!
Die Wirtschaft wird von den Verhältnissen der sozialen Schichtung geprägt, als Literatur empfehlenswert
Gerhard Lenski 1973: Macht und Privileg. Eine Theorie der sozialen Schichtung. Frankfurt am Main
Was heißt, die Wirtschaft sei "politically embedded" gewesen? Welche Funktionen erfüllte das Geld?
Für die politischen Systeme der antiken, vormodernen Reiche wie z. B. das babylonische Reich, das ägyptische oder römische Reich -- verwies ich auf die Problematik eines "vormodernen Staates", Begriff und die Theorie Max Webers zum "Patrimonialstaat" finden Sie auf den ersten Folien zur VO "Staatstheorie".
Vormodern auf jeden Fall die fehlende Differenzierung zwischen politischem System und Rechtssystem.
Hoffe, Sie hatten letztens einen interessanten Vortrag, hoffe weiter auf Ihr Interesse, wir sehen uns am Dienstag -- same time, same station!
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7.11.2008
Liebe Hörerinnen und Hörer!
Wir hatten letzte Einheit als Schwerpunktthema
Kritische Theorie
folgende Fragen standen zunächst im Vordergrund:
Warum konnte sich die geschichtsphilosophische Fundierung der Gesellschafttheorie wissenschaftlich nicht halten, hielt der Kritik nicht stand und mußte aufgegeben werden?
(Eine Neufundierung der Sozialwissenschaften ist versprochen und wird übernächste Einheit zur Diskussion gestellt).
Die kritische Theorie galt als ein Paradigma der Sozialwissenschaften mit dem Anspruch, eine umfassende Gesellschaftstheorie entwickeln zu können -- die Frage wäre nun, ob dieser Anspruch auch hat eingelöst werden können?
Wie dem auch sei, im Mittelpunkt der Theoretiker der sogen. Frankfurter Schule stand der Begriff "kapitalistische Gesellschaft" bzw. Kapitalismus oder kapitalistische Gesellschaftsformation.
Was heißt Kapitalismus?
Warum muss kritische Theorie einen dreichfachen Kritikbegriff haben?
0 Kapitalismuskritik (Begriff Kapitalismus)
0 Herrschaftskritik (wegen der Klassenstrukturierung)
0 Ideologiekritik (wegen der Basis-/Überbau Mechanik: herrschende Ideologie ist immer Ideolgie der Herrschenden), dagegen Repression gegenüber arbeitenden Klassen -->Ausbeutung der Arbeiterklasse, schließlich Verelendung.
Innovativ war die Frankfurter Schule in mehrerlei Hinsicht, z.B. bei der
0 STAMOKAP-Theorie (Theorie des staatsmonopolitischen Kapitalismus, in der Zwischenkriegszeit Faschismus als parallele bzw. korrespondierende Form der Repression)
0 Adorno et al. mit ihrer Studie zum "autoritären Charakter", Ziel: Erklärung, warum das deutsche Proletariat teilweise politisch zum Klassenfeind überlief;
0 Integration von Psychoanalyse und Marxismus -- wir haben in der VO das Freudsche/psychoanalytische Strukturmodell der Psyche diskutiert und uns angeschaut, wie die Frankfurter (vor allem Marcuse und Fromm) das Über-Ich als verinnerlichte Repressionsinstanz der bürgerlichen Gesellschaft verstanden haben.
Abschließend hier die versprochenen Literaturhinweise:
Max Horkheimer/Theodor W. Adorno (1947/1969): Dialektik der Aufklärung, ...
Max Horkheimer 1968: Traditionelle und kritische Theorie. In: Ders. Kritische Theorie, Bd. II
Theodor W. Adorno 1973: Aufsätze zur Gesellschaftstheorie und Methodologie, ...
Aus ideengeschichtlicher Sicht (und gut geeignet als Sekundärliteratur)
Axel Honneth 1987: Kritische Theorie. In: Pipers Handbuch der Politischen Ideen, Bd. 5, S.601 ff.
ODER Sie recherchieren selbst!
Wir werden kommenden Dienstag die Theorie der funktional differenzierten Gesellschaft diskutieren, also ein Modell der modernen Gesellschaft -- das sollte man sich nicht entgehen lassen!
Hoffe, Sie hatten letztens einen interessanten Vortrag, sehe Sie wieder am Dienstag -- same time, same station!
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22. 11. 2008
VO-Einheit Kommunikationstheorie
Liebe Hörerinnen und Hörer!
Dienstag vor einer Woche hatten wir als VO Thema "funktional differenzierte Gesellschaft", also eines der wichtigsten Kapitel der neueren Gesellschaftstheorie!
Leider konnte sich letzte Woche mein Computer nicht ins Netz hineinwählen, deshalb auch keine Nachlese.
Vergangenen Dienstag hatte wir "Kommunikationstheorie" -- als Ausgangspunkt diente uns der Begriff "Sinn", welcher nun als der Grundbegriff für alle Sozialwissenschaften gelten darf -- eine andere, noch grundlegendere Fundierung gibt es nicht, der Sinnbegriff ist (sozialwissenschaftlich) unhintergehbar.
Wie aber ist dieser Sinnbegriff definiert? Kennen Sie die drei Dimensionen oder Weltverhältnisse, welche Sinn ermöglicht?
Sodann hatten wir als evolutionstheoretischen Hintergrund den Zusammenhang von Bewußtsein und Gesellschaft (beide sind sinnprozessierende Systeme) angesprochen
1. Das Wachstum des Gehirns, insbes. die Bedeutung des Neokortex, so z. B. für die Aggressionskontrolle und die Differenzierung von spezialisierten Zentren (ein Zentrum für die Sprache steht hier natürlich im Vordergrund),
2. die biologischen Veränderungen im Bereich des Halses, also die biologischen Voraussetzungen für das Sprechen, die Sprache.
Als Beispiel - aus der Perspektive der Humanevolution -- diente uns die Primatenforschung, besonders interessant erschienen uns die "Bonobos", weil diese bereits die Ablösung der Sexualität von der Reproduktionsfunktion kennen -- "make love, not war" -- Sexualität als "Methode" des Aggressionsabbaus; sodann haben wir den Fall der Neanderthaler angesprochen und die Frage aufgeworfen, warum diese letztlich ausgestorben sind -- unsere These: er konnte nicht sprechen.
Als Literatur hatte ich dazu in der VO:
Frans de Waal 1990: Peacemaking Among Primates. Cambridge, Mass./London: Harvard UP
Philip Lieberman 1993: Uniquely Human. - The Evolution of Speech, Thought, and Selfless Behavior. Harvard UP
Dazu möchte ich Ihnen jedoch den Vorschlag machen, selbst im Netz weiterzurecherchieren, etwa zur angesprochenen Frage, ob der Neanderthaler sprechen konnte -- es gibt dazu interessante, wenngleich kontroversielle Beiträge.
Im Mittelpunkt der VO stand jedoch der Begriff "Kommunikation"; was ist Kommunikation? Warum rückt die neuere Gesellschaftstheorie den Kommunikationsbegriff ins Zentrum -- Antwort: Kommunikation ist das Letztelement der Gesellschaft, ja aller sozialen Systeme überhaupt -- sie alle bestehen aus Kommunikationen und zwar nur aus Kommunikationen!
Einige Konsequenzen dieses Sachverhalts sorgten in der VO für Aufregung: Nicht "der Mensch" oder "die Person" oder "das Individuum" bilden die grundlegende Komponente der Gesellschaft -- Gesellschaften lassen sich daher nicht auf Personen und deren Ordnungen fundieren; Personen und auch deren Bewußtsein gehören vielmehr in die Umwelt sozialer Systeme.
Auch "Handlung" ist per se keine genuine soziale Realität!
Trotzdem: es gibt Personen und man braucht sie analytisch immer dann, wenn man Handlungen zurechnen will, so z. B. im Recht.
Als weiterfühende Literatur darf ich empfehlen:
0 Niklas Luhmann 1984: Soziale Systeme, ... Kap. 2 "Sinn", S. 92-147
0 Niklas Luhmann 1995: Soziologische Aufklärung, Bd. 6 "Die Soziologie und der Mensch", darin insbesondere die Aufsätze:
-- Wie ist Bewußtsein an der Kommunikation beteiligt?
-- Was ist Kommunikation?
-- Die gesellschaftliche Differenzierung und das Individuum
-- Die Form "Person"
-- Die Tücke des Subjekts und die Frage nach dem Menschen
(natürlich sind auch die anderen Beiträge wichtig und sehr interessant)
0 Niklas Luhmann 2004: Einführung in die Systemtheorie, Kap. IV, "Sinn", S. 221 ff.
0 Rainer Schützeichel 2004: Sinn als Grundbegriff bei Niklas Luhmann. Campus
Ich hoffe, Sie hatten einen interessanten Vortrag und ich sehe Sie wieder kommenden Dienstag -- Sie wissen -- same time, same station.
| Anhang | Größe |
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| gesellschafts_theorie_folien.pdf | 222.34 KB |
| Folien_Big_Men.pdf | 20.04 KB |